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Bedürfnispyramide nach Maslow

In der Konfliktvermittlung wird man immer versuchen herauszufinden, welche individuellen Bedürfnisse die einzelnen Streitparteien eigentlich haben. Was also dahinter stecken mag. Können wir bei den Gesprächspartnern das Bedürfnis einkreisen und sie danach befragen, sind wir eher in der Lage, auch Gemeinsamkeiten der Bedürfnislage bei beiden herauszufinden. Wichtig ist für den Konfliktvermittler, herauszuhören, "was steckt eigentlich dahinter". Haben wir die Bedürfnisse abgefragt und ermittelt, könnte ein Konsens zwischen den beiden Streitparteien und ihren koträren Positionen gesucht werden. Natürlich ist es nicht leicht bei sich selbst und bei den anderen die Bedürfnisse zu erfragen und zu formulieren.

Stellen wir uns nun die Bedürfnisse wie eine Pyramide vor:

Vielleicht fallen Ihnen zu den fünf Bedürfnissen noch andere Befriedigungsmöglichkeiten ein. Das Bild ist auf jeden Fall ergänzbar.

Die Bedürfnispyramide zeigt: Zufriedenheit kann der Mensch erst erlangen, wenn er satt ist, ein Dach über dem Kopf hat und Gesetze ihn schützen, vielleicht auch die notwendige finanzielle Sicherheit,  die Zuwendung der Familie und Freunde genießt, ab und zu Anerkennung für seine Leistungen bekommt um sich dann zufrieden zurückzulehnen und sich selbst zu verwirklichen, indem er z.B. ein Buch schreibt, auf Reisen geht oder malt.

Warum ist das Wissen über die eigenen Bedürfnisse und die der anderen Menschen  für die "Gewaltfreie Kommunikation" so wichtig?

Wenn wir im Mediationsverfahren z.B. Vorwürfe oder Kritik eines Kontrahenten hören, können wir uns hinterfragen, was hinter diesen Äußerungen stecken kann. Der Kontrahent spielt uns quasi einen Ball zu, mit dem wir arbeiten können. Sagt eine der Parteien, "man kann sich nicht auf Sie verlassen" - wäre das Gegenteil - Verlässlichkeit/Zuverlässigkeit. Wir können damit arbeiten und ihn ganz konkret fragen " was brauchen Sie also für die Zukunft....? Könnte das Sicherheit und Verlässlichkeit sein....?"

Durch die "Gewaltfreie Kommunikation" -  nicht nur im Mediationsverfahren - sind wir in der Lage unseren Alltag neu zu gestalten. Wir müssen nur genau hinhören, was der andere eigentlich braucht und in wieweit wir in der Lage sind, dies zu erfüllen.

Die Ziele der "Gewaltfreien Kommunikation" wären demnach:

  • Befriedigende Beziehungen aufbauen und erhalten
  • Unsere Bedürfnisse zu befriedigen, ohne Anderen Gewalt anzutun
  • Schmerzliche Kommunikation zu verändern
  • Konflikte zu wandeln

Davon gehen wir als Mediatoren aus:

  • Alle Menschen möchten ihre Bedürfnisse befrieidgt bekommen
  • wir leben in guten Beziehungen, wenn wir diese Bedürfnisse versuchen zu erfüllen
  • jeder Mensch hat positive Ressourcen, die wir fühlen können, ansprechen und fördern, indem wir mit diesen Ressourcen in Kontakt kommen
  • hinter einem aggressiven Verhalten steckt ein positives Bedürfnis

Ziele: befriedigende Beziehungen aufbauen und erhalten