umstrittene Dokumentation "Elternschule" bis 10.7. 19 in der Mediathek ARD

http://mediathek.daserste.de/Reportage-Dokumentation/Elternschule/Video?bcastId=799280&documentId=64477848

Das Anschauen dieser  Dokumentation um das Team vom  Psychologen Dietmar Langer, der die Abteilung für Pädiatrische Psychosomatik leitet und das Therapieprogramm entwickelt hat, verlangt viel Nerven und Geduld. Das Schreien der Kinder ist schwer zu ertragen. Dieses  Team um den Psyhologen Langer kämpft darum, dass kleine Kinder ihr Stressverhalten aufgeben und wieder essen, schlafen, laufen, ganz normal, wie andere Kinder auch.

Es geht hier nicht um normale ausgeglichene Kinder, sondern um Kinder, die nicht mit Stress umgehen können.

Die Kinder  haben sich eine bestimmte Strategie angeeignet um ihre Eltern in Panik zu versetzen und Macht auszuüben. Eltern sind kurz vorm Nervenzusammenbruch, schlafen selbst kaum noch.

Und dann die Angst und Verzweiflung der Eltern mitanzusehen,  ob auch alles zum Wohl der Kinder verläuft, geht unter die Haut.

Mit viel Geduld und Hartnäckigkeit der Klinikkräfte lernen die Kinder ihre Strategie aufzugeben. Sie lernen, dass nach  stressigen Situationen, z.B. wenn Eltern den Raum verlassen, dann auch eine Beruhingsphase kommen kann und damit Vertrauen zu sich selbst. 

Chronischer Stress der Kinder, der sich immer mehr steigert

                                               oder entspanntes Essen und Einschlafen.

Auch wenn man die Hartnäckigkeit des Psychologenteam kaum ertragen kann, die Hartnäckigkeit mancher Kinder ihr Verhalten nicht zu beenden, ist tatsächlich verblüffend.

Zum Abschluss des Films endlich Erleichterung und Tränen, wenn Kinder und Eltern erkennen, dass es auch andere "entspannte" Möglichkeiten des Miteinander geben kann.

Sie haben es geschafft - beide Teile - Kinder und Eltern

Der Psychologe Langer, der diese Methode seit über 20 Jahren nach und nach entwickelt hat, wurde aufgrund dieses Filmbeitrags stark angegriffen. Zuschauer haben empört den Saal verlassen. Die vielen schönen Momente, die Kinder einem schenken können, hatten wegen Zeitmangel einer Reportage leider nicht den Raum, so dass ein einseitiges Bild dieser Therapie entstanden ist. Vielleicht wirken manche Szenen verstörend und aggressiv, das mag der Realität geschuldet sein, andererseits -  Erziehung und Kindern Grenzen setzen, kann sehr anstrengend sein.  

Lassen Sie den Beitrag auf sich wirken und spüren Sie Ihrer eigenen Nachdenklichkeit nach.