MKR Training

Mobbing - Kommunizieren - richtig handeln kurz mkr-training

Ich gehe mit weiteren Cotrainern seit vielen Jahren in die verschiedenen Einrichtungen um eine bessere Konfliktfähigkeit zu trainieren.

Dabei erfahren wir in der täglichen Praxis, dass Kinder schon von der Grundschule an gemobbt werden. Fast in jeder Klasse gibt es diese Fälle, von Lehrern oft nicht bemerkt oder ignoriert, in der Hoffnung, dass es von alleine vergeht.

aber

Schüler-Mobbing vergeht nicht von allein. Jugendliche fühlen sich absolut hilflos und brauchen unbedingt die Unterstützung durch Konfliktvermittler, Schulsozialarbeiter, Lehrer, Mitschüler, Eltern oder Psychologen.

Durch die vielen Medienberichte können Schulen nicht mehr die Augen verschließen. Lehrer und Schulsozialarbeiter sind sensibel geworden und wissen inzwischen, dass manche Konflikte keine „normalen Rangeleien“ unter Schülern sind, sondern  manifestierte  Mobbingfälle. Die Schikanen gehen oftmals subtil vor sich, entweder während der Pause, auf dem Schulweg oder in den Umkleidekabinen beim Sport.

Werden Erwachsene darauf angesprochen, sind sie oft ratlos und wollen es nicht wahrhaben. Die Opfer suchen dann die Schuld bei sich selbst und isolieren sich immer mehr. Doch je länger ein Mobbing dauert, umso schwieriger wird es, gute Lösungen zu finden. Die Schulen haben inzwischen festgestellt, dass ein Ignorieren eines Mobbingfalles zur Legitimierung von Gewalt mit ungeheuren Ausmaßen  in der betreffenden Schule führen kann, mit allen unangenehmen Folgeerscheinungen, wie sie hinlänglich aus den Medien bekannt sind. 

Mobbing-Ursachen: 

  • Eine Schulklasse zu unterrichten, heißt auch die Gruppendynamik im Auge zu haben, genau wie in der Erwachsenenarbeitswelt auch. Die Gruppendynamik wird jedoch jedes Mal auf einen Prüfstein gestellt, wenn eine Klasse neu zusammengewürfelt wird, wenn Neue dazu kommen, die evtl. sitzen geblieben  oder aus anderen Bundesländern dazu gezogen sind. Diese Gruppendynamik könnte von Lehrern von Anfang an gesteuert und begleitet werden.
  • Mobbing ist symptomatisch für Fehler, die in der Kommunikation gemacht werden. So können  von der Lehrerschaft unbedachte abwertende Äußerungen gegenüber bestimmten Schülern gemacht werden, so dass der Rest der Schüler das Verhalten aufgreift und ihrerseits anwendet.
  • Oder Schüler haben untereinander schon einen so rüden Ton der Abwertung entwickelt und demonstrieren damit nach außen einen Spiegel der Aggressionen untereinander. Wenn Lehrerschaft das nicht aufgreift, dem gegensteuert z.B. mit Aufwertungsübungen im Unterricht, werden aus anfänglichen Beleidigungen, tätliche Übergriffe, die sich meist am Schwächsten der Klasse entladen.
  • Offene Atmosphäre und präventive Maßnahmen gegen Gewalt helfen alle gegen Mobbing. Respektvoller Umgang und Empathieschulungen fest verankert im Unterricht, lassen teilweise gar nicht erst zu, dass Täter agieren können, weil durch solche Schulungen Kinder und Jugendliche unbewusst sozial kompetente Mitschüler zu  ihren Anführern machen.

Wir bieten Ihnen und Ihrem Kollegium ganztägige Fortbildungen von ein bis zwei Tagen an und klären über Hintergründe von Schüler-Mobbing und die vielen Möglichkeiten der Intervention an. Alle Fortbildungsinhalte sind von uns in der Praxis mit Jugendlichen erprobt.