Multiplikatorenschulung der Polizei Vorpommern-Greifswald zum Thema Schulmobbing

Nicht nur der Selbstmord einer Schülerin in Berlin März Februar 2019 wegen Schulmobbing hat die Bevölkerung, insbesondere die Elternschaft alarmiert. Es mehren sich in den letzten Jahren Strafanzeigen und die Bitte um Unterstützung bei der örtlichen Polizei auch im Landkreis Vorpommern-Greifswald. Da bei Mobbing nicht immer eindeutig Täter ermittelt werden können und Schulkinder bei unter 13jährigen nicht strafmündig sind, muss Polizei mit anderen Methoden der Intervention arbeiten. Bei Mobbing sind systemisch alle Schüler einer Klasse beteiligt, also sollte auch mit der ganzen Klasse an dem Fall gearbeitet werden. Es gibt meist 2 bis 3 Täter, es gibt Opfer, Schüler, die perfide das Mobbing der Täter unterstützen, um in der Klassenhierarchie aufzusteigen, viele Mitläufer, die froh sind, dass es sie nicht erwischt hat, die aber innerlich mitleiden und 3 bis 4 Beobachter, denen das Mobbing ganz und gar nicht behagt, die aber nicht die innere Kraft haben, sich gegen den Mainstream zu stellen. Mobbing hat also auch etwas mit Peer-Group-Verhalten zu tun und das kann durch die Gesprächsführung der Polizei verändert werden. Von aggressiven Schüler können Mitschüler verlangen, dass sie mit ihren Handlungen aufhören und empathische Schüler können so gefördert werden, dass Mitschüler sie zu neuen Peer-Leadern wählen.