Wie wirkt sich Mobbing auf die Schüler aus?

Zunächst sucht das Mobbing-Opfer das Problem bei sich selbst – was ja auch von den Mobbern beabsichtigt wird. Den Eltern oder Lehrern wird dies lange verschwiegen, manchmal auch aus Scham.  

Die Folgen wirken sich jedoch fatal auf die gesamte Persönlichkeit des Opfers aus.  

Zum Verlust des Selbstvertrauens (nicht nur im Leistungsbereich) können Schlafstörungen und  Konzentrationsschwierigkeiten kommen. Durch die empfundene Einsamkeit entwickelt sich Depression und Passivität.  

Häufig zu beobachten: die Lernmotivation nimmt ab – Lernunlust und Schulverweigerung sind typische Anzeichen.

Zu beobachten sind weiterhin:

  • Psychosomatische Reaktionen, wie Appetitlosigkeit, Bauch- und Kopfschmerzen, Alpträume, Schlafstörungen
  • Physische Schädigungen (Verletzungen)
  • Unkonzentriertheit, Leistungsrückgang, Fehltage durch „Krankheitstage“, Schwänzen, Rückzug aus Freundeskreisen,
  • Ängste
  • Depressionen bis zu Suizidversuchen

Mobbing = Stress = Flucht, Kampf oder Totstellen

Bei Stress reduziert der Körper seine Funktionen auf das Notwendigste und aktiviert Adrenalin mit folgender Wirkung:

  • Die Verdauung wird abgeschaltet. Bei Gefahr braucht man nicht essen. Ein unangenehmes Gefühl im Magen
  • Die Herzfrequenz wird erhöht um dem Gehirn mehr Blut und Sauerstoff zuzuleiten. Ein vermehrtes Herzklopfen
  • Der Denkapparat wird abgeschaltet. Denkblockaden führen soweit, dass wir uns nicht mehr besinnen können. (blackout)
  • Das Immunsystem wird abgeschaltet (Krankheiten können entstehen)

Während bei Mädchen Traurigkeit, Hilflosigkeit, Sich-schlecht-fühlen und Autoaggression beobachtet werden kann, fühlen sich Jungen oft wütend und gehen zum Gegenangriff über.

Quellen:

www.Mobbing.de in der Schule Schulberatung Bayern

Autorin : Annemarie Renges, Starnberg           

www.barrierefrei.schuelermobbing.de/krankheit.html